FDM Doktorandenkolloquium Wintersemester 2026/27

Aus Forschungsdaten.org
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Siehe auch Forschungsdatenmanagement für Promovierende (Zugriff am 18.08.2026). Praktische Beispiele ...


Forschungsdatenmanagement (FDM) in einer Promotion und wichtige FDM-Bausteine beim Schreiben der Dissertation sind inzwischen an Universitäten wichtige didaktische Angebote an den Lehrstühlen und an Fachbereichen, und auch während "des Bachelor" bedeutet FDM inzwischen schon, Forschungsdaten für die Bachelorarbeit von Anfang an sauber zu planen und die gute wissenschaftliche Praxis einzuhalten.

Schulungen und Doktorand:innenkolloquien an Universitäten im Bereich Gesundheits- und Forschungsdaten (FDM) vermitteln den sicheren, konformen und nachhaltigen Umgang mit sensiblen medizinischen Informationen.

"Curriculare Verankerung von FDM bezeichnet die systematische Integration des Forschungsdatenmanagements in universitäre Studiengänge. Ziel ist es, Studierenden bereits in frühen Phasen der akademischen Ausbildung Kompetenzen zur strukturierten Erhebung, Dokumentation, Archivierung und Bereitstellung von Daten zu vermitteln. Dies fördert nachhaltig die Einhaltung der Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis sowie die Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen."[1]

Des Weiteren bieten Universitäten, Universitätskliniken und Spezialzentren strukturierte, vertiefende Kurse, Zertifikate und Webinare an, auf die in den Kolloquien verwiesen werden kann. Als Einstig für Promovierende ist immer wichtig auf welche Dienste und Infrastrukturen die eigene Universität zurückgreifen kann.

FDM-Curricula Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr)

Das Forschungsdatenmanagement-Curriculum der Universitätsallianz Ruhr bietet in NRW ein breites Angebot an regelmäßig stattfindenden Grundlagenschulungen für verschiedene Fachausrichtungen und Zielgruppen sowie Vertiefungsveranstaltungen in englischer und deutscher Sprache.

Link: https://www.uni-due.de/rds/fdm-curriculum.php

"In unseren Grundlagenschulungen FDM lernen Sie, was ein Datenmanagementplan (DMP) für Ihre Projektarbeit leisten kann, welche Angaben Sie in einem DMP verzeichnen und welche Tools Sie dafür nutzen können. Zudem bekommen Sie praktische Tipps zu Metadaten, zur Organisation und Speicherung Ihrer Daten und zu den Möglichkeiten der Datenpublikation."[2]

"Die UA Ruhr-Universitäten verfolgen das Ziel, Wissen zu generieren, langfristig zu bewahren und für Wissenschaft und Gesellschaft überprüfbar und nutzbar zu machen. Eine entscheidende Grundlage für das Generieren von Wissen und damit neuer Erkenntnisse ist die Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Forschungsdaten."


https://www.uaruhr.de/forschung/forschungsunterstuetzung/forschungsdatenmanagement/

Wissenschaftliches Arbeiten (WiA) Gesundheitsinformatik für Studierende, inkl. FDM

19.10.2026 (interne, regelmäßige Veranstaltung an der Universität für Student:innen;

1 x pro Semester zu Semesterbeginn); siehe auch "Curriculare Verankerung von Forschungsdatenmanagement an Universitäten")

Forschungsgegenstand: Schnittstelle von Mensch-Technik-Interaktion (MTI), Gesundheitsinfrastrukturen und Künstlicher Intelligenz (KI); intelligente Systeme und ihre sozio-technische Gestaltung (Diagnostik, med. Fortschritt, Sicherheit)

"Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGa) erlauben es, Apps auf Rezept zu verschreiben und die elektronische Patientenakte (ePA) ermöglicht es, Patientendaten intersektoral auszutauschen. Doch wie verändert Digitalisierung das Arbeiten im Gesundheitswesen?"[3]

Literatur aus der Gesundheitsinformatik (z. B. ): Wie digital ist meine Praxis? Einstellungen von Hausärztinnen und Hausärzten gegenüber Reifegradmessungen – eine Online-Umfrage.

      https://doi.org/10.1016/j.zefq.2025.11.003

Forschungsdatenmanagement (FDM) bildet bsp. auch ein strategische Rückgrat der modernen Gesundheitsinformatik (siehe Forschungsdatenmanagement in den Disziplinen bei forschungsdaten.info), denn durch die systematische Strukturierung des gesamten Lebenszyklus (oft) hochsensibler medizinischer Forschungsdaten[4], von der ersten Erhebung über die datenschutzkonforme Speicherung bis hin zur langfristigen Nachnutzung, schafft das FDM die essenzielle Basis für eine verlässliche Forschung. Ohne dieses systematische Management blieben wertvolle Informationen in isolierten Systemen und proprietären Datensilos gefangen. Erst ein professionelles FDM bricht diese Barrieren auf, sichert die Interoperabilität zwischen den Systemen und macht Patientendaten unter strengen Sicherheitsauflagen für die Wissenschaft zugänglich, um den medizinischen Fortschritt nachhaltig zu sichern.

Wiss. Einführungswoche - Forschungsdatenmanagement für die Humanmedizin

Beispiele

Wiss. Einführungswoche Forschungsdatenmanagement für die Pflegewissenschaft

Beispiele

Nützlich sind bei der Veranstaltungen u. a. auch einige Services und weiterführende Informationen des Online-Portals ToolPool Gesundheitsforschung Die TMF e.V. (Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung) hat das Portal bereits im Jahr 2017 gestartet. Es hilft dabei, digitale Infrastrukturen für wissenschaftliche Projekte in der Medizin zu planen, aufzubauen und zu betreiben. Hier sind sehr gute, nachhaltige Lösungen entstanden.

Toolpool Gesundheitsforschung

https://www.toolpool-gesundheitsforschung.de/produkte/research-data-services-operative-unterstuetzung-fuer-forschungsdatenmanagement-und

https://www.toolpool-gesundheitsforschung.de/themen/forschungsdatenmanagement#field-additional-links

Research Data Services

https://www.researchdata.services/ ; https://www.researchdata.services/kontakt/(Zugriff am 18.08.2026)

Informationen für Doktorand:innenkolloquien von NFDI4Health

Schulungsmaterialien der NFDI4Health

- insgesamt noch keine 'fertigen Standardkonzepte' im Herbst 2026, aber gute Muster und Konzepte

Für Doktorand:innenkolloquien zum FDM im Bereich Health oder Health Informatics, Digital Health kann inzwischen (Stand 2026) auf einige gute Schulungsinformationen hingewiesen werden.

https://www.nfdi4health.de/service/fair-training/nfdi4health-trainingsangebote.html

https://www.nfdi4health.de/service/fair-training.html (Stand August 2026)


Die Angebote der NFDI4Health bleiben weiterhin sehr generisch (Stand 2026), entwickelte Infrastrukturen werden oft erst in sog. "Inselprojekten" genutzt. Sie dienen als eine sehr gute Basis, und bis 2038 kann die NFDI gute Standards zum FDM weiterentwickeln.

Literatur

Alshawaf, F., Bölke, A., Börner, C., Dreyer, M., Jacob, B., Kahlert, S., Kandler, P., Kienbaum, J., Paßmann, S., Söring, S., Steinke, B., & Straka, J. (2026). Gemeinsam die Verankerung von Forschungsdatenmanagement stärken: Ein Bericht zum Input-Workshop des DFG-Projekts FDLink. O-bib, 13(2), 1-10. https://doi.org/10.5282/o-bib/6274


Sophie G. Einwächter, Esther Krähwinkel und Frederik Ostsieker. „Lessons learned: Thesen zur FDM-Kompetenzausbildung: Erkenntnisse aus dem Vernetzungstreffen der vom BMBF geförderten Projekte eeFDM Jena, FDMentor, FOKUS, PODMAN und UniLLAB am 30. und 31. Januar 2019 in

Marburg“. In: Bausteine Forschungsdatenmanagement 1 (2020), S. 8–15. https://doi.org/10.17192/bfdm.2020.1.8101


Claudia Engelhardt, Katarzyna Biernacka, Aoife Coffey, Ronald Cornet, Alina Danciu, Yuri Demchenko, Stephen Downes, Christopher Erdmann, Federica Garbuglia, Kerstin Germer, Kerstin Helbig, Margareta Hellström, Kristina Hettne, Dawn Hibbert, Mijke Jetten, Yulia Karimova, Karsten Kryger Hansen, Mari Elisa Kuusniemi, Viviana Letizia, Valerie McCutcheon, Barbara McGillivray, Jenny Ostrop, Britta Petersen, Ana Petrus, Stefan Reichmann, Najla Rettberg, Carmen Reverté, Nick Rochlin, Bregt Saenen, Birgit Schmidt, Jolien Scholten, Hugh Shanahan, Armin Straube, Veerle Van den Eynden, Justine Vandendorpe, Shanmugasundaram Venkataram, Cord Wiljes, Ulrike Wuttke, Joanne Yeomans und Biru Zhou. D7.4 How to be FAIR with your data. A teaching and training handbook for higher education institutions. Zenodo, 2022. https://doi.org/10.5281/zenodo.6674301


Forschungsdatenmanagement-Initiative HU Berlin. Medienkollektion der Forschungsdatenmanagement-Initiative an der Humboldt-Universität zu Berlin. o.J. URL: https://rs.cms.hu-berlin.de/dataman/pages/home.php# (Zugriff am 18.08. 2025)


Laura Grunwald-Eckhardt, Jana Mersmann und Alexander Schuray. „Forschungsdatenmanagement praktisch vermitteln – Schulungskonzepte für Doktorand:innen an der TU Braunschweig“. In: Bausteine Forschungsdatenmanagement 1 (2022), S. 53–63. https://doi.org/10.17192/bfdm.2022.1.8356