Mitglieder der NFDI: Unterschied zwischen den Versionen
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''"Daten als gemeinsames Gut"''<ref>NFDI | Nationale Forschungsdateninfrastruktur e. V. [https://www.nfdi.de/]</ref> | |||
Viele Universitäten in Deutschland sind Mitglieder im Verein ''Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) e.V.'' Die Mitgliedschaftsliste umfasst über 300 Institutionen, darunter zahlreiche Hochschulen. | |||
Die aktuellste verfügbare vollständige Mitgliederliste des NFDI‑Vereins stammt aus Oktober 2025. Sie enthält alle Hochschulen und Universitäten, die zu diesem Zeitpunkt Mitglied waren. Die folgende Liste umfasst alle Hochschulen/Universitäten, die in der offiziellen alphabetischen Mitgliederliste (Stand: Oktober 2025) aufgeführt sind.<ref>Mitgliederuebersicht-Stand-24.10.2025-alphabetisch-geordnet-1.pdf</ref> | |||
Neben den Universitäten gehören aber viele weitere Institutionstypen zu den Mitgliedern des ''NFDI‑Vereins''. Die offiziellen Mitgliederlisten zeigen, dass der Verein weit über Hochschulen hinaus ein breites Spektrum an Organisationen umfasst. Dazu zählen Wissenschaftsakademien, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Bundes- und Landesbehörden, Fachgesellschaften, Bibliotheken, Museen, Vereine und Unternehmen. | |||
==== Kooperationsbeispiel einer (privaten) Universität im Forschungsdatenmanagement mit der NFDI, Universität Witten/Herdecke (UW/H) ==== | |||
„Good research data, better research, more and new knowledge!“ Mit diesem Leitsatz engagiert sich die Universität Witten/Herdecke (UW/H) seit Sommer 2025 in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur e. V. (NFDI). | |||
Am 24. Juni 2025 wurde die Aufnahme der UW/H in den Verein NFDI offiziell bestätigt. | |||
Forschungsdaten – als Basis für eine zukunftsfähige Wissenschaft – benötigen effiziente, fachübergreifende und nachhaltige Lösungen. Niemand kann diese allein entwickeln, deshalb braucht es dafür alle guten und möglichen Kooperationen sowie bestmögliche Kommunikationswege. | |||
Die NFDI wird durch Bund und Länder finanziert, um die Bereitstellung und Erschließung von Forschungsdaten für die Wissenschaft sicherzustellen. Ihre Vision lautet:<blockquote>„Daten als gemeinsames Gut für exzellente Forschung, organisiert durch die Wissenschaft in Deutschland.“</blockquote>Es gibt in der NFDI für die wissenschaftlichen Disziplinen 26 Konsortien und den Verbund Basisdienste (Base4NFDI). Die FAIR-Prinzipien in der Forschung sollen durch die NFDI umgesetzt, und Forschungsdatenbestände (nach)nutzbar gemacht werden können. Außerdem muss perspektivisch, langfristig technische und organisatorische Infrastruktur bereitgestellt werden, die bis jetzt eher noch zu kleinteilig, dezentral, und nicht für alle nützlich, gewesen ist. | |||
Durch die Mitgliedschaft kann sich die UW/H aktiv an der strategischen Weiterentwicklung dieser Infrastruktur beteiligen. Sie bringt eigene Perspektiven und Bedarfe ein, lernt von den Erfahrungen anderer Fachdisziplinen und wirkt aktiv an den Arbeitsgruppen der NFDI-Sektionen mit. So engagiert sich die Universität etwa bei MaRDI sowie in den Arbeitsgruppen der Sektionen ELSA, Common Infrastructures und seit 2026 in AGs zur Internationalisierung. Vernetzungen helfen bereits jetzt, nachhaltige Lösungen für ein FDM zu entwickeln und bestehende Dienste zu nutzen, wie in der Kooperation mit dem Projekt Local Data Hub der NFDI4Health. Mit dem Beitritt zur NFDI hat die Universität, als Beispiel, Verantwortung für die Gestaltung der digitalen Forschungszukunft in Deutschland, übernommen, im Sinne der guten wissenschaftlichen Praxis und einer offenen, kooperativen Wissenschaftskultur. | |||
Universitäten spielen insgesamt eine Schlüsselrolle in der NFDI, weil sie als lokale Knotenpunkte das Forschungsdatenmanagement verankert haben, Forschende beraten und bereits digitale Kompetenzen vermitteln (Beratungen, Schulungen). Sie sind zentrale Akteure für die nachhaltige Nutzung, Vernetzung und den Aufbau von Infrastrukturen, die über reine Datenspeicherung hinausgehen. | |||
Mitglieder der NFDI, wie die Universitäten, spielen in der Weiterentwicklung der NFDI eine wichtige Rolle (Vermittlung von Data Literacy z.B.). Die Services der NFDI sollen an den Einrichtungen eine breite Akzeptanz finden. Entscheidungsstrukturen und Ressourcenfragen werden kontinuierlich geklärt (Wissenschaftspolitik). | |||
== Impulspapier: Perspektive aus den Hochschulen auf die Nationale Forschungsdateninfrastruktur == | |||
Herres-Pawlis, S., Weidtkamp-Peters, S., Goedicke, M., Stoellner, T., Wesner, S., Kast, S. M., Kockmann, N., Rehwald, S., Dierkes, J., Hausen, D. A., Eilert, E., Reiter, M., Kletke, O., Fuchs, V. A. F., Schreyer, L., & Cyra-Wolf, M. A. (2026). Impulspapier: Perspektive aus den Hochschulen auf die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Zenodo. <nowiki>https://doi.org/10.5281/zenodo.20119201</nowiki> | |||
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Aktuelle Version vom 9. Juni 2026, 17:04 Uhr
"Daten als gemeinsames Gut"[1]
Viele Universitäten in Deutschland sind Mitglieder im Verein Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) e.V. Die Mitgliedschaftsliste umfasst über 300 Institutionen, darunter zahlreiche Hochschulen.
Die aktuellste verfügbare vollständige Mitgliederliste des NFDI‑Vereins stammt aus Oktober 2025. Sie enthält alle Hochschulen und Universitäten, die zu diesem Zeitpunkt Mitglied waren. Die folgende Liste umfasst alle Hochschulen/Universitäten, die in der offiziellen alphabetischen Mitgliederliste (Stand: Oktober 2025) aufgeführt sind.[2]
Neben den Universitäten gehören aber viele weitere Institutionstypen zu den Mitgliedern des NFDI‑Vereins. Die offiziellen Mitgliederlisten zeigen, dass der Verein weit über Hochschulen hinaus ein breites Spektrum an Organisationen umfasst. Dazu zählen Wissenschaftsakademien, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Bundes- und Landesbehörden, Fachgesellschaften, Bibliotheken, Museen, Vereine und Unternehmen.
Kooperationsbeispiel einer (privaten) Universität im Forschungsdatenmanagement mit der NFDI, Universität Witten/Herdecke (UW/H)
„Good research data, better research, more and new knowledge!“ Mit diesem Leitsatz engagiert sich die Universität Witten/Herdecke (UW/H) seit Sommer 2025 in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur e. V. (NFDI).
Am 24. Juni 2025 wurde die Aufnahme der UW/H in den Verein NFDI offiziell bestätigt.
Forschungsdaten – als Basis für eine zukunftsfähige Wissenschaft – benötigen effiziente, fachübergreifende und nachhaltige Lösungen. Niemand kann diese allein entwickeln, deshalb braucht es dafür alle guten und möglichen Kooperationen sowie bestmögliche Kommunikationswege.
Die NFDI wird durch Bund und Länder finanziert, um die Bereitstellung und Erschließung von Forschungsdaten für die Wissenschaft sicherzustellen. Ihre Vision lautet:
„Daten als gemeinsames Gut für exzellente Forschung, organisiert durch die Wissenschaft in Deutschland.“
Es gibt in der NFDI für die wissenschaftlichen Disziplinen 26 Konsortien und den Verbund Basisdienste (Base4NFDI). Die FAIR-Prinzipien in der Forschung sollen durch die NFDI umgesetzt, und Forschungsdatenbestände (nach)nutzbar gemacht werden können. Außerdem muss perspektivisch, langfristig technische und organisatorische Infrastruktur bereitgestellt werden, die bis jetzt eher noch zu kleinteilig, dezentral, und nicht für alle nützlich, gewesen ist.
Durch die Mitgliedschaft kann sich die UW/H aktiv an der strategischen Weiterentwicklung dieser Infrastruktur beteiligen. Sie bringt eigene Perspektiven und Bedarfe ein, lernt von den Erfahrungen anderer Fachdisziplinen und wirkt aktiv an den Arbeitsgruppen der NFDI-Sektionen mit. So engagiert sich die Universität etwa bei MaRDI sowie in den Arbeitsgruppen der Sektionen ELSA, Common Infrastructures und seit 2026 in AGs zur Internationalisierung. Vernetzungen helfen bereits jetzt, nachhaltige Lösungen für ein FDM zu entwickeln und bestehende Dienste zu nutzen, wie in der Kooperation mit dem Projekt Local Data Hub der NFDI4Health. Mit dem Beitritt zur NFDI hat die Universität, als Beispiel, Verantwortung für die Gestaltung der digitalen Forschungszukunft in Deutschland, übernommen, im Sinne der guten wissenschaftlichen Praxis und einer offenen, kooperativen Wissenschaftskultur.
Universitäten spielen insgesamt eine Schlüsselrolle in der NFDI, weil sie als lokale Knotenpunkte das Forschungsdatenmanagement verankert haben, Forschende beraten und bereits digitale Kompetenzen vermitteln (Beratungen, Schulungen). Sie sind zentrale Akteure für die nachhaltige Nutzung, Vernetzung und den Aufbau von Infrastrukturen, die über reine Datenspeicherung hinausgehen.
Mitglieder der NFDI, wie die Universitäten, spielen in der Weiterentwicklung der NFDI eine wichtige Rolle (Vermittlung von Data Literacy z.B.). Die Services der NFDI sollen an den Einrichtungen eine breite Akzeptanz finden. Entscheidungsstrukturen und Ressourcenfragen werden kontinuierlich geklärt (Wissenschaftspolitik).
Impulspapier: Perspektive aus den Hochschulen auf die Nationale Forschungsdateninfrastruktur
Herres-Pawlis, S., Weidtkamp-Peters, S., Goedicke, M., Stoellner, T., Wesner, S., Kast, S. M., Kockmann, N., Rehwald, S., Dierkes, J., Hausen, D. A., Eilert, E., Reiter, M., Kletke, O., Fuchs, V. A. F., Schreyer, L., & Cyra-Wolf, M. A. (2026). Impulspapier: Perspektive aus den Hochschulen auf die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.20119201