Private Universitäten und Forschungsdatenmanagement: Unterschied zwischen den Versionen

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* '''Profilbildung durch professionelle FDM-Strukturen'''
* '''Profilbildung durch professionelle FDM-Strukturen'''
* '''Stärkung der Forschungsqualität und Sichtbarkeit'''
* '''Stärkung der Forschungsqualität und Sichtbarkeit'''
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== Beispiel FDM an der Universität Witten/Herdecke ==
== Beispiel FDM an der Universität Witten/Herdecke ==


* An der [https://www.uni-wh.de/forschung/uwh-forschungsdatenmanagement Universität Witten/Herdecke wird der Bereich Forschungsdatenmanagement (FDM)] seit November 2024 ganz neu aufgebaut. FDM umfasst auch dort alle Methoden und Verfahren, die sicherstellen, dass Forschungsdaten langfristig genutzt werden können: von der Generierung über die Bearbeitung und Anreicherung bis hin zur Veröffentlichung und Archivierung. Unterstützt werden bestmöglich alle Wissenschaftler:innen, das wissenschaftliche Personal und insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs beim Umgang mit Forschungsdaten:
* An der [https://www.uni-wh.de/forschung/uwh-forschungsdatenmanagement Universität Witten/Herdecke wird der Bereich Forschungsdatenmanagement (FDM)] seit November 2024 ganz neu aufgebaut. FDM umfasst auch dort alle Methoden und Verfahren, die sicherstellen, dass Forschungsdaten langfristig genutzt werden können: von der Generierung über die Bearbeitung und Anreicherung bis hin zur Veröffentlichung und Archivierung. Unterstützt werden bestmöglich alle Wissenschaftler:innen, das wissenschaftliche Personal und insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs beim Umgang mit Forschungsdaten. Das FDM der Universität Witten/Herdecke ist klar an den FAIR‑Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) ausgerichtet. Die Universität baut dafür Strukturen, Roadmaps und Meilensteine auf, um FAIR‑Data‑Praktiken nachhaltig zu verankern. Die UW/H investiert systematisch in '''Schulungen, Workshops und Beratungen''':
 
* 8–10 Weiterbildungen pro Jahr
* ca. 10 individuelle Beratungen pro Monat
* [https://www.uni-wh.de/forschung/uwh-forschungsdatenmanagement/forschungsdatenmanagement-blog FDM‑Blog], Glossar, FAQ im Intranet und Bereitstellung von Schulungsmaterialien (über GigaMove oder über Sciebo)


===== Local Data Hub der Universität Witten/Herdecke =====
===== Local Data Hub der Universität Witten/Herdecke =====
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Findable, Accessible, Interoperable, Reusable
Findable, Accessible, Interoperable, Reusable


===== Universität Witten/Herdecke ist Mitglied der NFDI =====
===== DH.NRW-Kooperationen =====
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) arbeitet im Bereich '''Forschungsdatenmanagement (FDM)''' eng mit der '''[https://www.dh.nrw/ Digitalen Hochschule NRW (DH.NRW)]''' und der '''[[Landesinitiative für Forschungsdatenmanagement – fdm.nrw|Landesinitiative fdm.nrw]]''' zusammen. Ziel ist der Aufbau einer landesweit abgestimmten Infrastruktur, die Forschende beim professionellen Umgang mit Forschungsdaten unterstützt.
 
Die Digitale Hochschule NRW ist eine Kooperationsgemeinschaft von 41 Hochschulen – darunter auch die Universität Witten/Herdecke – und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie widmet sich der digitalen Transformation der Hochschulen und etabliert hierfür eine abgestimmte Serviceinfrastruktur.
 
Die Landesinitiative fdm.nrw ist die zentrale Koordinierungsstelle, um FDM-Aktivitäten innerhalb der DH.NRW zu bündeln und strategisch weiterzuentwickeln. Ziel der Arbeit von fdm.nrw ist es, die Hochschulen in NRW mit den Entwicklungen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur zu verschränken.


Ein wichtiger Bestandteil dieser Zusammenarbeit ist das '''[https://www.fdm.nrw/governance-und-kommunikationswege Kommunikationswerk fdm.nrw]''', dem die UW/H seit 2025 angehört (Stand Juni 2026). Dieses Netzwerk dient dem strukturierten Austausch zwischen der Landesinitiative und den Mitgliedshochschulen und stärkt so die strategische Weiterentwicklung des FDM in NRW.


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Ein sichtbares Zeichen der Vernetzung ist der jährlich im Herbst stattfindende Tag der Forschungsdaten in NRW, der von fdm.nrw in Kooperation mit Hochschulen und Hochschulverbünden veranstaltet wird. Die UW/H zählt hier zu den regelmäßigen Teilnehmenden.


===== Universität Witten/Herdecke ist Mitglied der NFDI =====
<blockquote>[https://www.uni-wh.de/universitaet-witten/herdecke-wird-mitglied-der-nationalen-forschungsdateninfrastruktur-ev-nfdi „Good research data, better research, more and new knowledge!“ Mit diesem Leitsatz engagiert sich die Universität Witten/Herdecke (UW/H) künftig in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur e. V. (NFDI).]
<blockquote>[https://www.uni-wh.de/universitaet-witten/herdecke-wird-mitglied-der-nationalen-forschungsdateninfrastruktur-ev-nfdi „Good research data, better research, more and new knowledge!“ Mit diesem Leitsatz engagiert sich die Universität Witten/Herdecke (UW/H) künftig in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur e. V. (NFDI).]


Am 24. Juni 2025 wurde die Aufnahme der UW/H in den Verein NFDI offiziell bestätigt. Die Mitgliedschaft basiert auf einem Antrag von Annette Strauch-Davey, Referentin für Forschungsdatenmanagement (FDM) an der UW/H, und erfolgte nach Zustimmung durch das Direktorat und Kuratorium der NFDI.
Am 24. Juni 2025 wurde die Aufnahme der UW/H in den Verein NFDI offiziell bestätigt. Die Mitgliedschaft basiert auf einem Antrag von Annette Strauch-Davey, Referentin für Forschungsdatenmanagement (FDM) an der UW/H, und erfolgte nach Zustimmung durch das Direktorat und Kuratorium der NFDI.


Forschungsdaten – als Basis für eine zukunftsfähige Wissenschaft – benötigen effiziente, fachübergreifende und nachhaltige Lösungen. Niemand kann diese allein entwickeln, deshalb braucht es dafür alle guten und möglichen Kooperationen sowie bestmögliche Kommunikationswege. </blockquote>
Forschungsdaten – als Basis für eine zukunftsfähige Wissenschaft – benötigen effiziente, fachübergreifende und nachhaltige Lösungen. Niemand kann diese allein entwickeln, deshalb braucht es dafür alle guten und möglichen Kooperationen sowie bestmögliche Kommunikationswege. </blockquote>Obwohl die Universität Witten/Herdecke stark im Gesundheitsbereich ist, wird FDM '''explizit interdisziplinär''' aufgebaut, von Sozialwissenschaften bis Wirtschaft. Aktuell ist die Stelle offiziell ''disziplinarisch'' beim Dekanat "Health" im Bereich ''Administration'' angesiedelt (- die weitere "Roadmap" ist "Work-in-Progress" / interne Abstimmungen bleiben dafür erforderlich, Stand: 21.06.2026).

Version vom 21. Juni 2026, 18:38 Uhr

Private Hochschulen in Deutschland unterliegen denselben wissenschaftlichen Standards wie staatliche Universitäten und dazu gehört ein professionelles Forschungsdatenmanagement (FDM).

Sie müssen FDM-Strukturen aufbauen, um Fördervorgaben zu erfüllen, gute wissenschaftliche Praxis sicherzustellen und sich in nationale Netzwerke wie die NFDI einzubinden.

Forschungsdatenmanagement an Privatuniversitäten

1. Bedeutung

Privatuniversitäten sind Teil der deutschen Forschungslandschaft und müssen dieselben Standards guter wissenschaftlicher Praxis erfüllen wie staatliche Hochschulen. Ein systematisches Forschungsdatenmanagement (FDM) ist dafür zentral.

2. Anforderungen

  • Gute wissenschaftliche Praxis: Dokumentation, Sicherung und Nachvollziehbarkeit von Forschungsdaten.
  • Fördervorgaben: DFG, BMBF und EU verlangen Datenmanagementpläne und FAIR-orientierte Datenstrategien.
  • Rechtliche Grundlagen: DSGVO, Urheberrecht, Ethikrichtlinien.

3. Herausforderungen für Privatuniversitäten

  • Aufbau eigener FDM-Strukturen und Policies
  • Begrenzte Ressourcen und projektbasierte Finanzierung
  • Bedarf an Kooperationen und Nutzung externer Repositorien
  • Integration in nationale Netzwerke wie die NFDI

4. Zentrale Bausteine

5. Chancen

  • Hohe Flexibilität bei der Einführung neuer Prozesse
  • Profilbildung durch professionelle FDM-Strukturen
  • Stärkung der Forschungsqualität und Sichtbarkeit

Beispiel FDM an der Universität Witten/Herdecke

  • An der Universität Witten/Herdecke wird der Bereich Forschungsdatenmanagement (FDM) seit November 2024 ganz neu aufgebaut. FDM umfasst auch dort alle Methoden und Verfahren, die sicherstellen, dass Forschungsdaten langfristig genutzt werden können: von der Generierung über die Bearbeitung und Anreicherung bis hin zur Veröffentlichung und Archivierung. Unterstützt werden bestmöglich alle Wissenschaftler:innen, das wissenschaftliche Personal und insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs beim Umgang mit Forschungsdaten. Das FDM der Universität Witten/Herdecke ist klar an den FAIR‑Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) ausgerichtet. Die Universität baut dafür Strukturen, Roadmaps und Meilensteine auf, um FAIR‑Data‑Praktiken nachhaltig zu verankern. Die UW/H investiert systematisch in Schulungen, Workshops und Beratungen:
  • 8–10 Weiterbildungen pro Jahr
  • ca. 10 individuelle Beratungen pro Monat
  • FDM‑Blog, Glossar, FAQ im Intranet und Bereitstellung von Schulungsmaterialien (über GigaMove oder über Sciebo)
Local Data Hub der Universität Witten/Herdecke

Für die UW/H entsteht ein prototypischer Local Data Hub, der klinische Forschungsstudien systematisch beschreibt, archiviert und über standardisierte Metadaten sichtbar macht. Diese Metadaten werden an die zentrale Komponente des Health Study Hub von NFDI4Health angebunden.

Aufbau eines Local Data Hub (LDH) – einer webbasierten Plattform, die medizinische Forschungsdaten wie Studienprotokolle, Analysen, Publikationen oder Datensätze strukturiert erfasst und langfristig verfügbar macht. Der LDH unterstützt einen Umgang mit Gesundheitsdaten im Sinne der FAIR-Prinzipien:

Findable, Accessible, Interoperable, Reusable

DH.NRW-Kooperationen

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) arbeitet im Bereich Forschungsdatenmanagement (FDM) eng mit der Digitalen Hochschule NRW (DH.NRW) und der Landesinitiative fdm.nrw zusammen. Ziel ist der Aufbau einer landesweit abgestimmten Infrastruktur, die Forschende beim professionellen Umgang mit Forschungsdaten unterstützt.

Die Digitale Hochschule NRW ist eine Kooperationsgemeinschaft von 41 Hochschulen – darunter auch die Universität Witten/Herdecke – und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie widmet sich der digitalen Transformation der Hochschulen und etabliert hierfür eine abgestimmte Serviceinfrastruktur.

Die Landesinitiative fdm.nrw ist die zentrale Koordinierungsstelle, um FDM-Aktivitäten innerhalb der DH.NRW zu bündeln und strategisch weiterzuentwickeln. Ziel der Arbeit von fdm.nrw ist es, die Hochschulen in NRW mit den Entwicklungen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur zu verschränken.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Zusammenarbeit ist das Kommunikationswerk fdm.nrw, dem die UW/H seit 2025 angehört (Stand Juni 2026). Dieses Netzwerk dient dem strukturierten Austausch zwischen der Landesinitiative und den Mitgliedshochschulen und stärkt so die strategische Weiterentwicklung des FDM in NRW.

Ein sichtbares Zeichen der Vernetzung ist der jährlich im Herbst stattfindende Tag der Forschungsdaten in NRW, der von fdm.nrw in Kooperation mit Hochschulen und Hochschulverbünden veranstaltet wird. Die UW/H zählt hier zu den regelmäßigen Teilnehmenden.

Universität Witten/Herdecke ist Mitglied der NFDI

„Good research data, better research, more and new knowledge!“ Mit diesem Leitsatz engagiert sich die Universität Witten/Herdecke (UW/H) künftig in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur e. V. (NFDI).

Am 24. Juni 2025 wurde die Aufnahme der UW/H in den Verein NFDI offiziell bestätigt. Die Mitgliedschaft basiert auf einem Antrag von Annette Strauch-Davey, Referentin für Forschungsdatenmanagement (FDM) an der UW/H, und erfolgte nach Zustimmung durch das Direktorat und Kuratorium der NFDI.

Forschungsdaten – als Basis für eine zukunftsfähige Wissenschaft – benötigen effiziente, fachübergreifende und nachhaltige Lösungen. Niemand kann diese allein entwickeln, deshalb braucht es dafür alle guten und möglichen Kooperationen sowie bestmögliche Kommunikationswege.

Obwohl die Universität Witten/Herdecke stark im Gesundheitsbereich ist, wird FDM explizit interdisziplinär aufgebaut, von Sozialwissenschaften bis Wirtschaft. Aktuell ist die Stelle offiziell disziplinarisch beim Dekanat "Health" im Bereich Administration angesiedelt (- die weitere "Roadmap" ist "Work-in-Progress" / interne Abstimmungen bleiben dafür erforderlich, Stand: 21.06.2026).